Basketball – Gelungene Premiere der Nachwuchs-Bundesliga in Heppenheim.

Besonders gefallen haben am Sonntag in der Heppenheimer Nibelungenhalle die vier Nachwuchskräfte des TV Heppenheim, die das Gerippe des U 19-Teams Kurpfalz (Jahrgänge 1993/94) bildeten und mit 29 Punkten mehr als die Hälfte aller Körbe erzielten.

Der TVH ist einer von fünf Kooperationspartnern aus dem Raum Heidelberg, die das BSG Junior Team Kurpfalz bilden. Steffen Molitor, Jeroen Haaf, Carlo Trockel und Dercio Jaime, die im normalen Spielbetrieb für die Männer sowie die U 18 des TVH auf Korbjagd gehen, durften nun ihr Können erstmals in einer Bundesligapartie vor heimischer Kulisse zeigen. Haaf (13 Punkte) kam auf 28:45 Minuten Spielzeit, Molitor (8) auf 19:11, Trockel (4) auf 27:07 und Jaime (4) auf 6:36.
„Das war schon etwas Besonderes“, sagte Steffen Molitor. Freunde und Familie seien in der Nibelungenhalle dabei gewesen, so der Jüngste der vier Heppenheimer. „Echt cool“ war die Atmosphäre für Carlo Trockel und Dercio Jaime, während Jeroen Haaf bei aller Freude ein wenig den verpassten Chancen nachtrauerte. Er war mit 13 Punkten zwar Top-Scorer seiner Mannschaft, brachte aber keinen seiner sechs Dreipunktwürfe unter.
„Wir hätten durchaus gewinnen können, Speyer war halt einfach kaltschnäuziger“, analysierte Haaf. Vor allem in der Abwehr hielt das Team Kurpfalz gut dagegen, holte unter den Körben genauso viele Rebounds wie der Spitzenreiter. Verloren wurde die Partie durch zahlreiche technische Fehler und Ballverluste im Angriff.
So hielt das Team Kurpfalz, in dessen Startformation drei der vier Heppenheimer standen, bis Mitte des ersten Viertels (9:9) gut mit. Dann häufte sich die Fehlerquote; Speyer gelang ein 15:0-Lauf zum 24:9. Nach dem ersten Abschnitt (15:27) steigerten sich die Kurpfälzer wieder, kamen durch zwei Korbleger von Jeroen Haaf sogar auf sechs Punkte heran (29:35). Sofort wachten die Zuschauer auf. „Defense, Defense“ schallte es durch die Nibelungenhalle.
Doch erneute Ballverluste brachten Speyer zur Halbzeit wieder eine klare Führung (39:29). Im dritten Viertel bahnte sich ein munterer Schlagabtausch an. Spielmacher Carlo Trockel sowie das Zusammenwirken von Haaf und Molitor unterm Korb hielten Kurpfalz im Spiel. Doch letztlich war Speyer in der Chancenverwertung sowohl bei den Freiwürfen (13/19 zu 10/19 bei Kurpfalz) als auch den Zwei-Punkte-Würfen (56 zu 44 Prozent) deutlich besser. Nach dem dritten Viertel (60:42) war die Entscheidung gefallen.
Im letzten Viertel zollten beide Teams dem intensiven Spiel Tribut. Fast fünf der zehn Minuten fiel kein Korb.
Für Kurpfalz-Trainer Matthias Stein fiel die Niederlage etwas zu hoch aus. Vor allem in der Verteidigung habe sein Team einen richtig guten Job gemacht. Leider sei die Fehlerquote im Angriff zu hoch gewesen, aber das habe auch mit der Stärke des Gegners zu tun. „Nicht umsonst ist Speyer Tabellenführer“, so Stein.
Geht es nach ihm, wird es nicht bei der einen Bundesliga-Partie in Heppenheim bleiben. Die Kurpfälzer wollen wiederkommen („weil es so geil war“), seine Jungs waren von der Stimmung unter den 150 Zuschauern begeistert.
Die Playoffs, dazu müsste Kurpfalz Platz vier erreichen, oder die Playdowns nach der Punktrunde bieten bald Gelegenheit dazu. Die Basketball-Abteilung des TVH wird es freuen, so deren Leiter Jürgen Molitor, der im Kampfgericht saß und mit seiner Truppe für die perfekte Organisation der Bundesligapartie gesorgt hatte.

Autor: Echo Online

 

Kooperationspartner

logo kurpfalz transparent

200px-NBBL Logo 200px-JBBL Logo.svg

Who's Online

We have 3 guests and no members online